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Johann König

Comedian Johann König
Urheber: Udo Grimberg, Lizenzinformationen hier
Er gehört zu Deutschlands erfolgreichsten und beliebtesten Comedians und das, obwohl er auf der Bühne stets unsicher und nervös erscheint. Alles nur Show? Am 21.06.1972 erblickt er in Soest das Licht der Welt und ob er wirklich Johann König heißt oder doch René Otzenköttel, wie er selbst gern behauptet, lässt sich nicht abschließend klären. Eine Weile nannte er sich ganz offiziell „Johann Köhnich“, was ihm aber nach eigener Aussage irgendwann selbst über war, so dass er seitdem wieder als Johann König auftritt.

Seine Laufbahn als Komiker und Kabarettist beginnt Ende der 90er Jahre. Der gelernte Kinderkrankenpfleger studiert an der Deutschen Sporthochschule und Heilpädagogischen Fakultät Köln. Schon zu dieser Zeit schreibt er erste Gedichte. 1997 hat er seinen Debütauftritt im „ZapZarap“ in Köln, wo er sein Gedichtetes vor einem begeisterten Publikum zum Besten gibt. Schnell erwirbt er sich den Ruf des Comedy-Poeten. Weitere Auftritte folgen, unter anderem auf Literaturfestivals und Kabarettveranstaltungen im Kölner Raum. Gleichzeitig feilt er an seinem ersten Soloprogramm „Alles Spekulatur“, mit dem er 1999 auf Tournee geht. Der große Durchbruch gelingt zwar nicht auf Anhieb, doch nach und nach mausert er sich vom Geheimtipp zum Comedystar. Dabei helfen auch erste TV-Auftritte, zum Beispiel in der Harald Schmidt Show, im Quatsch Comedy Club oder bei Night Wash. Aktuell ist er ein gern gesehener Gast beim Satire Gipfel in der ARD.

2001 erhält König den Deutschen Comedypreis als Entdeckung des Jahres. 2002 wird er mit dem Bayerischen Kabarettpreis in der Kategorie Senkrechtstarter des Jahres ausgezeichnet. Das zweite Soloprogramm „Ohne Proben nach oben“ folgt. Extra für seine Auftritte in den neuen Bundesländern trägt es den Alternativtitel „Ohne üben nach drüben“. Beim Großen Kleinkunstfestival in Berlin im Jahre 2005 räumt König den Publikumspreis ab. Das dritte Soloprogramm mit dem treffenden Titel „Johann König eskaliert“ startet 2006.

Anlässlich seines 10-jährigen Bühnenjubiläums im Jahr 2008 entsteht das Soloprogramm „Total Bock auf Remmi Demmi“, das beim Internationalen Köln Comedy Festival in einer Spezialausgabe Premiere feiert. Auch in gedruckter Form läuft es für Johann König prächtig. Nach seinem Debüt „Gestammelte Werke“ aus dem Jahr 2006 erscheint 2010 das Buch „Der Königsweg: Triumph der Langeweile“. Beide Bücher enthalten Texte, Gedichte und Gedanken, die typisch für Johann König sind: bissig, tiefsinnig, manchmal derbe, aber immer extrem lustig.

Das Geheimnis seines Erfolges liegt nicht nur in den skurrilen Texten, in denen er gekonnt Komik, Tragik und Klamauk auf wortspielerische Weise verbindet, sondern auch an der Art und Weise, wie er diese präsentiert. Er ist einer mit hohem Wiedererkennungswert. Johann König, das ist doch der mit der brüchigen Stimme, der mit den bedeutungslosen Pausen, der immer so unschuldig aussieht und immer so verschmitzt grinst, wenn er wieder eines seiner berüchtigten Gedichte aus diesem zerfledderten Notizbüchlein vorliest.

Königs aktuelles Soloprogramm heißt „Feuer im Haus ist teuer, geh raus!“. Das sagt eigentlich schon alles über die „depressive Stimmungskanone“ aus Köln.

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